DRAFT Boden verlegen: Beläge, Kosten und die richtigen Handwerker

7.10.21

Titelbildidee: Wohnzimmer mit Parkettboden

  1. Kosten: Wieviel kostet ein neuer Bodenbelag?
  2. Brauchen Sie wirklich einen Bodenleger?
  3. Korkböden
  4. Laminatböden
  5. Linoleumböden
  6. Parkettböden
  7. PVC-Böden und Vinylböden
  8. Teppichböden
  9. Boden richtig verlegen

Der Bodenbelag kann einen Raum komplett verändern. Aus dem Kinderzimmer mit dem abgelaufenen Teppich wird mit einem Parkettboden oder Laminatboden ein gemütliches Heimkino, modernes Home Office oder einladendes Gästezimmer. Je nach Belag ist nach 10 bis 50 Jahren ein neuer Boden fällig:

  • Kork nach plus/minus 15 Jahren
  • Laminat nach 15 bis 25 Jahren
  • Linoleum nach plus/minus 20 Jahren
  • Parkett nach 25 bis 50 Jahren
  • PVC und Vinyl nach plus/minus 20 Jahren
  • Teppich nach 10 bis 15 Jahren

Kosten: Wieviel kostet ein neuer Bodenbelag?

In Bau- oder Hobbymärkten können Sie Beläge aus den unterschiedlichsten Materialien in vielen Varianten kaufen. Wenn Sie handwerklich geschickt sind und Zeit haben, können Sie eigentlich jeden Bodenbelag selber verlegen. Das ist, zumindest auf den ersten Blick, günstiger als einen Profi engagieren. Falls Sie aber keine Zeit haben oder der Grundriss anspruchsvoller ist als ein einfaches Rechteck, sollten Sie einen professionellen Bodenleger beauftragen. Die Kosten hängen vom Belag, vom Grundriss der Zimmer und vom Aufwand (inklusive Fahrzeit) ab. Mit diesen Richtpreisen können Sie die Kosten grob überschlagen:

  • Kork: 120 bis 150 Franken pro Quadratmeter
  • Laminat: 80 bis 110 Franken pro Quadratmeter
  • Linoleum: 120 bis 150 Franken pro Quadratmeter
  • Parkett: 80 bis 120 Franken pro Quadratmeter
  • PVC und Vinyl: 80 bis 100 Franken pro Quadratmeter
  • Teppich: 100 bis 150 Franken pro Quadratmeter

Brauchen Sie wirklich einen Bodenleger?

Unterschiedliche Beläge bedingen unterschiedliche Fertigkeiten. Laminat beispielsweise wird ohne Klebstoff verlegt, Parkett muss verklebt werden. Ausserdem müssen allenfalls Schäden am Unterboden ausgebessert werden, bevor der neue Boden verlegt wird. Und oft ist es sinnvoll, eine Isoliermatte unter den neuen Belag zu legen. Das ist ohne Fachwissen und das richtige Werkzeug schwieriger, als der eine oder die andere vielleicht glaubt. Darum lohnt es sich, die Arbeit Fachleuten zu überlassen. Im Houzy Netzwerk finden Sie geprüfte Bodenleger aus Ihrer Region, die Sie kompetent beraten und den Boden professionell für Sie verlegen. Verlangen Sie mit wenigen Klicks bis zu drei kostenlose Offerten und vergleichen Sie sie.

Bildidee: Bodenleger verlegt einen Teppichboden

Bildlegende: Mit einer Bodenheizung muss der Bodenbelag verklebt werden. Das überlassen Sie am besten einem Bodenleger.

Alt-Text: Bodenleger verlegt einen Teppichboden.

Korkböden

Kork ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Ein Kubikzentimeter Kork enthält 30 bis 42 Millionen Korkzellen und besteht zu neun Zehnteln aus Luft. Darum ist Kork sehr elastisch, verdichtet sich, wenn der Druck steigt, und dehnt sich wieder aus, sobald der Druck sinkt. Ausserdem dämmt Kork dank seiner wabenförmigen Struktur Trittschall und Wärme ausgezeichnet. Kork wird als Korkparkett schwingend verlegt oder als Korkplatten vollflächig verklebt und eignet sich für Schlafzimmer und Wohnzimmer, weil der Korkboden fusswarm, gelenkschonend und pflegeleicht ist.

Laminatböden

Laminat wird aus Holzfaserplatten, Papier sowie Melamin-Klebstoff Schicht für Schicht aufgebaut und ist dank seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sehr beliebt. Laminatböden sind hygienisch, pflegeleicht und strapazierfähig. Dank ihrer geringen Aufbauhöhe eignen sie sich gut für Renovationen und können einfach auf fast jeden Untergrund verlegt werden, sollten aber nicht grossflächig verklebt werden. Laminat wird vor allem in Fluren, Schlafzimmern oder Wohnzimmern eingesetzt. Für das Bad oder die Küche muss der feuchtigkeitsempfindliche Bodenbelag speziell versiegelt sein.  

Linoleumböden

Linoleum wird zu 80 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen wie Leinöl, Korkmehl oder Jute produziert und ist biologisch abbaubar. Das Naturmaterial ist antistatisch, antibakteriell, hygienisch, pflegeleicht und strapazierfähig. Linoleumböden werden als Platten zusammengesteckt und schwimmend verlegt oder als Meterware vollverklebt verlegt. Dann muss jede Fuge versiegelt werden, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Linoleum eignet sich besonders gut für das Badezimmer oder die Küche, weil es sehr pflegeleicht ist, wird aber immer häufiger auch in Wohnräumen verlegt.

Bildidee: Küche mit Linoleumboden

Bildlegende: Linoleum ist antibakteriell, hygienisch, pflegeleicht und strapazierfähig. Darum wird es häufig in Küchen verlegt.

Alt-Text: Küche mit Linoleumboden.

Parkettböden

Parkett ist ein Naturprodukt und wird aus Holz produziert. Darum sind sichtbare Farbunterschiede normal und tragen zum lebhaften Charakter der Böden bei. Grundsätzlich gibt es drei Arten Parkett:

  • Massivholzdielen bestehen aus einem Stück Echtholz, meistens von einem Laub- oder Nadelbaum, und sind unbehandelt oder mit veredelter Oberfläche erhältlich. Sie werden vernagelt, auf der Unterkonstruktion verschraubt oder mit Klickklammern schwimmend verlegt. Abhängig von der Feuchtigkeit im Raum dehnen sich Massivholzdielen aus oder ziehen sich zusammen. Laubholz ist härter, Nadelholz ist weicher.
  • Fertigparkett oder Dreischichtparkett wird auch aus Echtholz produziert, besteht aus einer versiegelten Nutzschicht, einer Mittellage und dem Gegenzug und wird leimfrei mit Klickklammern verlegt. Fertigparkett besteht wie Laminat oder Spanplatten aus Holzwerkstoffen und ist darum formstabiler als Massivholz, arbeitet aber auch je nach Feuchtigkeit im Raum. Parkett kann abgeschliffen
  • Holzböden sind preiswerter als Massivholzdielen oder Fertigparkett und eignen sich dank ihrer geringen Aufbauhöhe besonders gut für Renovationen. Sie sind mit Edelholzfurnier beschichtet, werden schwimmend verlegt und sind sofort begehbar, weil ihre Oberfläche UV-versiegelt ist.

Gut zu wissen: Parkett ist in vielen Varianten erhältlich. Die Holzarten unterscheiden sich in Optik, Härte sowie Feuchtigkeitsaufnahme. Ihre Farbnuancen sind natürlich und sichtbare Qualitätsmerkmale.

Tipp: Wenn Sie Ihren Parkettboden effektiv und sicher schützen wollen. sollten Sie die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent halten. Am einfachsten geht das mit einem fest installierten Luftbefeuchter. Lesen Sie dazu unseren Artikel «Zu trocken und zu warm: Heizen, bis sich das Parkett biegt».

PVC-Böden und Vinylböden

Zwischen PVC- und Vinylböden gibt es kaum Unterschiede. Darum werden die Begriffe synonym verwendet. Die meisten reden der Einfachheit halber von PVC-Böden. PVC oder Polyvinylchlorid wird aus Vinyl produziert und mit elastischen Bindemitteln angereichert, damit die Böden elastisch und weich sind. PVC ist als Meter- beziehungsweise Auslegeware mit und ohne Träger oder als Fliessen erhältlich. PVC-Böden werden vor allem in Badezimmern, Küchen sowie Wohnzimmern verlegt, weil sie hygienisch, pflegeleicht, strapazierfähig, unempfindlich gegen Wasserflecken und UV-Licht-beständig sind. Sie können lose verlegt oder verklebt werden, am einfachsten auf ebenen Böden.

Gut zu wissen: PVC-böden sind besser als ihr Ruf. Das Grundmaterial Vinyl enthält keine Schmermetalle, lösemittelhaltigen Druckfarben, krebserregenden Stoffe, Formaldehyde oder Pentachlorphenole wie früher. PVC wird zu 100 Prozent wiederverwertet, aus den Abfällen werden wieder Böden produziert.

Teppichböden

Die Teppich-Auswahl ist fast unerschöpflich. Grundsätzlich wird zwischen getufteten und gewebten Teppichböden unterschieden. Viele Teppiche werden getuftet, das heisst, ihre Nutz- und Trägerschicht wird mit Näh- oder Polgarn verknüpft. Fachleute reden von Schlingenware, wenn die Garnschlingen geschlossen bleiben, von Schnittflor, wenn die Schlingen aufgeschnitten werden, oder von Schnittschlinge, wenn Schlingenware und Schnittflor kombiniert werden. Hochwertiger und strapazierfähiger, aber teurer sind gewebte Teppiche. Alle Teppichböden isolieren gut und dämmen Schall. Sie werden vor allem im Wohnbereich verlegt, weil sie fusswarm und weich sind, aber nicht in der Küche oder im Bad, weil sie empfindlich gegen Flecken sind. Sie können lose verlegt oder vollflächig verklebt beziehungsweise fixiert werden.

Bildidee: Teppichboden in einem Schlafzimmer

Bildlegende: Teppich ist warm und gemütlich. Darum werden Teppichböden vor allem in Wohn- und in Schlafzimmer verlegt.

Alt-Text: Teppichboden in einem Schlafzimmer.

Boden richtig verlegen

Bodenbeläge werden auf drei Arten verlegt:

  • Lose: Am einfachsten ist es, den Belag lose zu verlegen, das heisst nur mit doppelseitigem Klebeband auf dem Untergrund zu fixieren und zu sichern.
  • Schwimmend: Die Elemente werden lose verlegt und mit Klickklammern verbunden. Der Boden ist immer leicht in Bewegung und arbeitet je nach Belastung, Temperatur oder Witterung. Darum können Beulen, Fugen oder Wellen entstehen. Schwimmend verlegen eignet sich nicht für Zimmer mit Bodenheizung, weil die Luftschicht zwischen Boden und Bodenbelag den Wärmefluss behindert.
  • Verkleben: Beläge, die vollflächig verklebt werden, haften dauerhaft und fest direkt auf dem Unterboden. Darum ist der Bodenbelag viel belastbarer als ein schwimmend verlegter Belag und hält auch länger. Verkleben eignet sich für alle Zimmer, auch mit Fussbodenheizung, weil sich die Wärme ohne Einschränkungen und Leistungseinbussen im Raum verteilen kann. Linoleum muss verklebt werden.

Gut zu wissen: Mit einer Bodenheizung müssen Sie den Belag verkleben. Verkleben hat aber noch andere Vorteile: Der Belag entwickelt keine Beulen, Fugen oder Wellen, ist belastbarer, hält länger und rutscht nicht. Verkleben braucht allerdings Erfahrung, Know-how und spezielles Werkzeug.

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